Praxis

Leerstand gibt es in Thüringen überall. Leerstand ist eine wertvolle Ressource! Deshalb sprechen wir von LeerGut. Die LeerGut-Agent*innen unterstützen die Aktiven bei der gemeinwohlorientierte Entwicklung leerstehender Gebäude und Brachen und verweisen auf gute Beispiele und gelebte Praxis.

 Die hier vorgestellten LeerGüter

  • liegen auf dem Land oder in Kleinstädten in ganz Thüringen;
  • umfassen städtebauliche Ensembles, Einzelobjekte und Denkmale;
  • zeigen die große Bandbreite baulicher Typologien und Nutzungen auf;
  • werden von gemeinwohlorientierte Aktiven vor Ort vorangetrieben;
  • befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen von der Idee zum Projekt;
  • weisen diverse Trägermodelle und Rechtsformen auf;
  • sind mit dem Netzwerk der LeerGut-Agent*innen verbunden.

Burg Tannroda

gemeinsam erhalten und gestalten, wohnen und arbeiten

Die Wiederbelebung der Burg Tannroda soll sowohl dem Gemeinwohl dienen als auch wirtschaftlich tragfähig sein - und das unabhängig von privatem Eigentum. Dazu hat die Bauherrenfamilie eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Dank des vielfältigen Nutzungskonzepts gelang es, seit 2017 verschiedene Räume zu sanieren und zu aktivieren und weitere Menschen anzuziehen.

Inzwischen gibt es ein Café als neuen Treffpunkt für das Dorf und für Ausflügler, es finden Konzerte und Feste statt, Wohn- und Seminarräume sind bezogen. Aber weiterhin gilt: Mitstreiter:innen sind immer nötig und willkommen.

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Landzentrum Sundhausen

Bürgermeisterei, Dorfkümmerei und Vereinerei

Mit einer Bauhütte transformierten Dorfbewohner:innen und Studierende den alten Konsum klimagerecht und ressourcenschonend in ein Landzentrum. Dazu nutzten sie altes Baumaterial wieder. Seit 2022 wird das Landzentrum als Bürgermeisterei, Dorfkümmerei und Vereinerei genutzt.

Das Landzentrum ist Teil des Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerks des Vereins Landengel e. V. im gemeindeübergreifenden Verbund der Stiftung Landleben. Es ist als Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen entstanden.

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Kulturbrauerei Paulinzella

Sozialer Treffpunkt und Kulturort

Aus der ehemaligen Brauerei des Gasthofes entsteht wieder ein sozialer Treffpunkt und Kulturort, die Kulturbrauerei. Das Haus korrespondiert räumlich und kulturell mit dem gegenüberliegenden Kloster Paulinzella mit dem Museum für Kloster-, Forst & Jagdgeschichte.

Das Bauherrenpaar und der Kulturverein modernisieren schrittweise den denkmalgeschützten Bestandsbau, bisher überwiegend in Eigenleistung. Bauen ist für sie ein gemeinschaftliches Erlebnis. Das Projekt soll sich langsam und nachhaltig entwickeln.
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Pionierferienlager Remschütz, Saalfeld/Saale

Viel Raum im Grünen mit Platz für Ideen

Das weitläufige Gelände des Ferienlager-Geländes in traumhafter Lage über Saale bietet Raum für Viele und Platz für unerwartete Ideen. Die ersten Sicherungen sind geschafft.

Während die Revitalisierung zu einem naturnahen Pionier-Retreat für Coachings und Trainings bereits in Angriff genommen wird, ermöglichen Zwischennutzungen des ehemaligen zweigeschossigen Bettenhauses durch lokale Vereine, Künstler:innen und Kulturschaffende, das Potential des Ortes gemeinsam zu erkunden.

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Kloster Anrode, Dingelstädt OT Bickenriede

Mittelalterliche Klosteranlage als Kulturort in der Region

Seit 1996 etabliert der Förderkreis Kloster Anrode in der Zusammenarbeit mit der Stadt, Denkmalpflege und  der deutschen Stiftung Denkmalschutz schrittweise neue Nutzungen in dem ehemaligen Zisterzienserkloster.

Die Vereinsmitglieder haben mit ihrem langjährigen Engagement diesen besonderen Ort wieder in das regionale Bewusstsein zurückgeholt. Dabei wird klar, dass weitere Sicherung, Sanierung und Belebung, unter anderem des Refektoriums, eine Daueraufgabe ist.

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Alte Bäckerei Rauda

Ein Gemeinschaftshaus für den Heimatort

In Rauda, einem kleinen Ort im Saale-Holzland-Kreis mit weniger als 200 Einwohner:innen, ist die alte Bäckerei »beim Gäbler« stark im Gedächtnis verankert. Wenn man früher an der Bushaltestelle ausstieg, ging man erstmal zum Bäcker gegenüber.

Mit einer schrittweisen Sanierung soll an die Geschichte des Hauses angeknüpft werden. Eine Weiternutzung als Wohngebäude ist denkbar, weitere Ideen sind eine Mitmachbäckerei und Vereinsräume für die Gemeinschaft.

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Regelschule Luisenthal

Nachnutzung für einen Typenbau in Ortsmitte gesucht

Wie kann in Luisenthal und anderswo der Weg vom scheinbar nutzlosen Leerstand zum LeerGut gefunden werden? Die Initiative geht von einem interessiertem Bürger, dem Bürgermeister, Gemeinderatsmitgliedern und einem Unternehmer aus.

Es wurden sporadisch Kaufinteressenten gesucht, jedoch ohne Erfolg. Im Ort fehlt es an Treffpunkten, die alte Schule könnte in Teilen ein solcher werden. Auch Kleingewerbe und ein Coworking-Space werden als Ideen genannt.

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Haus am Milchberg, Kriebitzsch

Ein Ort, an dem alles sein darf, wie es ist

Drei Selbstständige aus der Kreativwirtschaft in Berlin beleben mit weiteren Akteur:innen zusammen mit dem Haus am Milchberg eine Dorfmitte im Altenburger Land.

Das alte Stallgebäude beherbergt nun Veranstaltungs- und Seminarräume sowie gemeinschaftliche Übernachtungsmöglichkeiten. Am Anfang stand die Lust am ökologischen Weiterdenken eines Gebäudes, das bereits lange Zeit als »Gebrauchsgegenstand« genutzt wurde.

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Kulturhof Kleinmecka

Wiederbelebung durch Kunst und Kultur

Die überaus ertragreichen Böden ließen im Altenburger Land einen der größten Bauernhoftypen Deutschlands entstehen. Der denkmalgeschützte Hof Kleinmecka wird durch Kunst und Musik, Bildung und Begegnung wiederbelebt, erhalten und entwickelt.

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Schloss Tonndorf

Lebensgemeinschaft im Weimarer Land

Wir sanieren und unterhalten das Baudenkmals Schloss Tonndorf sowie der dazu gehörigen - in weiten Teilen naturgeschützten - Freiräume für den Aufbau einer Wohn-, Arbeits- und Lebensgemeinschaft. Wir beleben damit einen regional bedeutenden und ausstrahlungsstarken Teil der gewachsenen Kulturlandschaft Thüringens.

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